# Steuerliche Behandlung von Umzugskostenzuschüssen für ausländische Mitarbeiter in Shanghai
## Einleitung: Wenn der Umzug nach Shanghai zur Steuerfrage wird
Liebe Leser, stellen Sie sich vor: Ein deutscher Ingenieur, nennen wir ihn Herrn Schmidt, erhält einen attraktiven Job bei einem Automobilzulieferer in Shanghai. Der Vertrag ist unterschrieben, die Vorfreude groß – doch dann kommt die Frage: Wer zahlt den Umzug? Und vor allem: Wie wird das steuerlich behandelt? Genau hier beginnen die Herausforderungen, die ich in meiner über 25-jährigen Berufspraxis immer wieder erlebt habe.
Shanghai hat sich längst zu einem Magneten für internationale Fachkräfte entwickelt. Laut Statistiken der Shanghai Municipal Human Resources and Social Security Bureau arbeiten derzeit über 215.000 ausländische Fachkräfte in der Metropole, viele davon aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Unternehmen locken diese Talente nicht nur mit Gehältern, sondern auch mit attraktiven Umzugspaketen. Doch die steuerliche Behandlung dieser Umzugskostenzuschüsse ist ein echtes Minenfeld – besonders für diejenigen, die es gewohnt sind, in deutscher Sprache zu denken und zu planen.
In meiner langjährigen Tätigkeit bei der Jiaxi Steuer- und Finanzberatungsgesellschaft habe ich unzählige Fälle betreut, bei denen Unternehmen und ihre ausländischen Mitarbeiter überrascht feststellten, dass scheinbar einfache Umzugskostenzuschüsse plötzlich zu komplexen Steuerfragen wurden. Lassen Sie mich Ihnen heute einen detaillierten Einblick in dieses Thema geben – basierend auf realen Fällen und aktueller Rechtslage.
## Grundprinzipien der Besteuerung von Umzugskostenzuschüssen
Das chinesische Steuerrecht folgt bei der Behandlung von Umzugskostenzuschüssen einem grundlegenden Prinzip: Grundsätzlich unterliegen alle vom Arbeitgeber gewährten Vorteile der Einkommensteuer, sofern keine spezifischen Befreiungsvorschriften greifen. Dies ist vielen deutschen Unternehmen nicht bewusst, da in Deutschland Umzugskostenzuschüsse unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei sein können.
Nach den „Individual Income Tax Law of the People's Republic of China“ und den dazugehörigen Durchführungsbestimmungen werden Umzugskostenzuschüsse als „sonstige Einkünfte aus unselbstständiger Arbeit“ klassifiziert. Konkret bedeutet dies: Wenn ein Unternehmen einem ausländischen Mitarbeiter einen Umzugskostenzuschuss zahlt, muss dieser grundsätzlich als steuerpflichtiges Einkommen behandelt werden. Die Steuerbehörden in Shanghai sind hier besonders aufmerksam, da die Stadt eine hohe Dichte an internationalen Unternehmen aufweist.
Ich erinnere mich an einen Fall aus dem Jahr 2019: Ein mittelständisches deutsches Maschinenbauunternehmen hatte seinem neuen CFO einen Umzugskostenzuschuss von 80.000 RMB gezahlt, ohne dies als steuerpflichtiges Einkommen zu deklarieren. Bei einer Betriebsprüfung durch das Shanghai Pudong Tax Bureau wurde dies entdeckt, was zu einer Nachzahlung von über 25.000 RMB inklusive Verzugszinsen führte. Der Ärger war groß – sowohl beim Unternehmen als auch beim Mitarbeiter.
Die Herausforderung liegt darin, dass die chinesischen Steuerbehörden in Shanghai in den letzten Jahren ihre Kontrollen deutlich verschärft haben. Insbesondere bei ausländischen Mitarbeitern wird genau geprüft, ob alle geldwerten Vorteile korrekt deklariert wurden. Die „Golden Tax System Phase III“ und mittlerweile Phase IV ermöglichen eine lückenlose Überwachung der Steuererklärungen.
## Abgrenzung zwischen steuerfreien und steuerpflichtigen Umzugskosten
Nicht jeder Umzugskostenzuschuss ist automatisch steuerpflichtig – hier liegt die eigentliche Kunst der steuerlichen Gestaltung. Das chinesische Steuerrecht kennt durchaus Ausnahmen, die jedoch strengen Voraussetzungen unterliegen.
Steuerfrei sind grundsätzlich nur solche Umzugskosten, die direkt und nachweislich mit dem beruflich veranlassten Umzug zusammenhängen. Dazu gehören beispielsweise die Kosten für den Transport von Umzugsgut, Reisekosten für den Mitarbeiter und seine Familie sowie vorübergehende Unterkunftskosten für einen begrenzten Zeitraum. Die Shanghai Municipal Tax Service hat hierzu im Jahr 2020 eine Konkretisierung veröffentlicht, die die steuerfreien Positionen detailliert auflistet.
Ein besonders wichtiger Punkt: Die Kosten müssen durch Originalbelege nachgewiesen werden können. Pauschale Umzugskostenzuschüsse ohne Einzelnachweis sind in der Regel voll steuerpflichtig. Dies führt in der Praxis immer wieder zu Diskussionen, da viele Unternehmen ihren Mitarbeitern lieber pauschale Beträge zahlen möchten – aus administrativen Gründen.
In meiner Beratungspraxis habe ich gelernt, dass die sorgfältige Dokumentation aller Umzugskosten der Schlüssel zum Erfolg ist. Ein Beispiel: Ein französisches Luxusgüterunternehmen in Shanghai hatte für seine neue Marketingleiterin einen pauschalen Umzugskostenzuschuss von 60.000 RMB gezahlt. Nach meiner Empfehlung wurden die Kosten aufgeschlüsselt und einzeln belegt: Möbeltransport 25.000 RMB, Flugtickets 8.000 RMB, temporäre Wohnung 15.000 RMB, Sprachkurs 12.000 RMB. Durch diese Aufschlüsselung konnten wir rund 70% der Kosten als steuerfrei qualifizieren.
Die Abgrenzung ist jedoch fließend und erfordert ein tiefes Verständnis der lokalen Steuerpraxis. Die Bezirkssteuerämter in Shanghai – von Pudong über Jing'an bis Xuhui – haben teilweise unterschiedliche Auslegungen, was die Situation zusätzlich verkompliziert.
## Besonderheiten bei der Abrechnung von Möbeltransport und Hausrat
Ein klassischer Stolperstein in der Praxis ist die steuerliche Behandlung von Möbeltransport- und Hausratskosten. Viele Unternehmen gehen davon aus, dass diese Kosten selbstverständlich steuerfrei sind – ein gefährlicher Trugschluss.
Nach der aktuellen Verwaltungspraxis der Shanghaier Steuerbehörden sind Transportkosten für persönliches Hab und Gut grundsätzlich steuerfrei, allerdings mit einer wichtigen Einschränkung: Die Kosten müssen in einem angemessenen Verhältnis zum tatsächlichen Bedarf stehen. Was „angemessen“ bedeutet, wird von den Steuerbehörden im Einzelfall geprüft.
Ein besonders heikler Punkt ist die Frage der „doppelten Haushaltsführung“. Wenn ein ausländischer Mitarbeiter seinen ursprünglichen Wohnsitz im Heimatland beibehält und nur nach Shanghai zieht, werden die Umzugskosten oft anders beurteilt. Die Steuerbehörden argumentieren dann, dass es sich nicht um einen vollständigen Umzug des Lebensmittelpunktes handelt.
Ich hatte einmal einen Fall mit einem Schweizer Bankmanager, der seinen gesamten Haushalt aus Zürich nach Shanghai verschiffen ließ – Kostenpunkt: 120.000 RMB. Das Unternehmen deklarierte dies als steuerfreien Umzugskostenzuschuss. Bei einer Prüfung beanstandete das Steueramt, dass die Kosten für den Transport von 25 Kubikmetern Möbel für eine einzelne Person unverhältnismäßig seien. Wir mussten nachweisen, dass der Manager eine Familie mit drei Kindern hatte und die Möbel tatsächlich für den Haushalt in Shanghai benötigt wurden. Letztendlich konnten wir den Fall mit einer detaillierten Dokumentation der Familiensituation und Wohnungsgröße klären, aber es war ein unerwartet aufwendiger Prozess.
Empfehlenswert ist daher: Stellen Sie sicher, dass die transportierten Gegenstände in einem klaren Zusammenhang mit dem neuen Wohnsitz in Shanghai stehen. Inventarlisten, Fotos und Grundrisse der neuen Wohnung können als Nachweise dienen. Auch die zeitliche Nähe zum Dienstantritt spielt eine Rolle – Umzugskosten, die erst Monate nach Beginn des Arbeitsverhältnisses anfallen, werden kritischer betrachtet.
## Reisekosten der Familie und temporäre Unterkunft
Die steuerliche Behandlung von Reisekosten für Familienangehörige und temporäre Unterkunftskosten ist ein weiteres komplexes Feld, das ich in meiner Beratungspraxis immer wieder adressieren muss.
Flugtickets und Reisekosten für den Mitarbeiter selbst sowie für seinen Ehepartner und minderjährige Kinder gelten unter bestimmten Voraussetzungen als steuerfrei. Die Shanghai Municipal Tax Service hat in einem internen Rundschreiben aus dem Jahr 2021 klargestellt, dass maximal zwei Hin- und Rückflüge pro Jahr für Familienbesuche steuerfrei gestellt werden können – ein Detail, das vielen Unternehmen unbekannt ist.
Die temporäre Unterkunft nach der Ankunft in Shanghai ist ein besonders sensibler Punkt. Grundsätzlich sind Kosten für eine vorübergehende Unterbringung für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten steuerfrei – aber nur, wenn die Wohnungssuche aktiv betrieben wird und die Notwendigkeit der temporären Unterkunft nachgewiesen werden kann. Nach meiner Erfahrung akzeptieren die Steuerbehörden in Shanghai in der Regel einen Zeitraum von 60 bis 90 Tagen als angemessen.
Ein Praxisbeispiel aus meiner Arbeit: Ein österreichisches Technologieunternehmen hatte für einen neuen Entwicklungsleiter ein Serviced Apartment in Pudong für sechs Monate bezahlt – Kosten rund 180.000 RMB. Das Unternehmen deklarierte dies als steuerfreien Umzugskostenzuschuss. Bei einer Routineprüfung durch das Bezirkssteueramt Xuhui wurde dies beanstandet. Wir konnten nachweisen, dass der Mitarbeiter aufgrund des angespannten Wohnungsmarktes in Shanghai tatsächlich sechs Monate benötigte, um eine geeignete Familienwohnung zu finden, und dass er aktiv suchte. Mit Vorlage der Suchbelege und Maklerkorrespondenz erreichten wir eine Anerkennung von vier Monaten als steuerfrei – ein Teilerfolg.
Wichtig zu wissen: Die Kosten für Verpflegung während der temporären Unterkunft sind grundsätzlich nicht steuerfrei. Viele Unternehmen machen hier den Fehler, Pauschalbeträge zu zahlen, die auch Verpflegungskosten enthalten. Eine saubere Trennung in der Abrechnung ist unerlässlich.
## Sprachkurse und Integrationskosten für den Mitarbeiter
Ein oft übersehener Aspekt bei der steuerlichen Behandlung von Umzugspaketen sind Sprachkurse und Integrationskosten. In meiner langjährigen Erfahrung zeigt sich, dass Unternehmen hier häufig Gestaltungsspielräume ungenutzt lassen.
Chinesisch-Sprachkurse für ausländische Mitarbeiter und deren Familienangehörige können unter bestimmten Voraussetzungen als steuerfreie Umzugskosten behandelt werden. Die Argumentation der Steuerbehörden: Sprachkenntnisse sind für die berufliche Integration in Shanghai notwendig und dienen somit dem Arbeitsverhältnis. Die Shanghai Municipal Tax Service hat diese Position in mehreren Einzelfallentscheidungen bestätigt.
Allerdings gibt es hier eine wichtige Einschränkung: Die Sprachkurse müssen innerhalb eines angemessenen Zeitraums nach der Ankunft in Shanghai stattfinden – in der Regel innerhalb der ersten zwölf Monate. Zudem müssen die Kosten nachgewiesen werden können und in einem angemessenen Rahmen bleiben. Ein Intensivkurs für 50.000 RMB pro Jahr wird in der Regel akzeptiert, ein maßgeschneiderter Einzelunterricht für 100.000 RMB könnte bereits kritisch hinterfragt werden.
Ein Fall aus meiner Praxis verdeutlicht die Problematik: Ein deutsches Chemieunternehmen hatte für einen chinesischen Mitarbeiter, der von Deutschland zurück nach Shanghai versetzt wurde, Deutschkurse in Höhe von 40.000 RMB bezahlt. Das Unternehmen argumentierte, dies sei notwendig für die Kommunikation mit der deutschen Zentrale. Die Steuerbehörde lehnte die Steuerfreiheit ab mit der Begründung, dass es sich um einen chinesischen Mitarbeiter handele, der bereits in China lebe – die Sprachkurse seien daher nicht umzugsbedingt. Wir konnten den Fall nur durch eine Sonderregelung lösen, die eine teilweise Anerkennung als Weiterbildungskosten ermöglichte.
Neben Sprachkursen können auch Kosten für kulturelle Orientierungsprogramme und Integrationsberatung steuerlich geltend gemacht werden. Das chinesische Steuerrecht erkennt an, dass die erfolgreiche Integration ausländischer Fachkräfte im Interesse des Arbeitgebers liegt. Voraussetzung ist jedoch, dass diese Leistungen von zertifizierten Anbietern erbracht werden und einen klaren Bezug zur beruflichen Tätigkeit in Shanghai haben.
## Schulgebühren für Kinder internationaler Mitarbeiter
Die steuerliche Behandlung von Schulgebühren für Kinder ausländischer Mitarbeiter ist eines der komplexesten und zugleich wichtigsten Themen im Bereich der Umzugskostenzuschüsse. Shanghai verfügt über eine Vielzahl internationaler Schulen, deren jährliche Gebühren zwischen 150.000 und 350.000 RMB liegen können.
Schulgebühren für Kinder ausländischer Mitarbeiter gelten grundsätzlich als steuerpflichtiger geldwerter Vorteil, wenn sie vom Arbeitgeber übernommen werden. Die chinesischen Steuerbehörden betrachten dies als zusätzliches Einkommen des Mitarbeiters, das der vollen Einkommensteuer unterliegt. Dies ist eine der häufigsten Fallstricke, die ich in meiner Beratungstätigkeit erlebe.
Interessanterweise gibt es hier regionale Unterschiede in der Handhabung. Das Bezirkssteueramt Pudong, das für viele internationale Unternehmen zuständig ist, hat in den letzten Jahren eine strengere Linie verfolgt als beispielsweise das Amt in Jing'an. In Pudong wird bei Betriebsprüfungen besonders genau darauf geachtet, ob Schulgebühren korrekt deklariert wurden.
Ein Beispiel aus meiner Beratungspraxis: Ein schwedisches Unternehmen mit Sitz im Pudonger Finanzviertel Lujiazui hatte für zwei Kinder seines schwedischen CFOs Schulgebühren in Höhe von insgesamt 480.000 RMB pro Jahr übernommen – ohne dies als steuerpflichtiges Einkommen zu deklarieren. Bei einer umfassenden Betriebsprüfung im Jahr 2022 wurde dies entdeckt. Die Nachzahlung belief sich auf über 200.000 RMB inklusive Strafzuschlägen. Der CFO war verständlicherweise verärgert, da er mit dem Nettogehalt gerechnet hatte.
Dennoch gibt es Gestaltungsmöglichkeiten: Wenn die Schulgebühren als Teil eines umfassenden „International School Allowance“-Pakets direkt an die Schule gezahlt werden und der Mitarbeiter keinen Zugriff auf die Mittel hat, kann dies steuerlich anders behandelt werden. Einige Unternehmen strukturieren dies als „Drittleistung“ (Third-party payment), bei der der Arbeitgeber direkt mit der Schule abrechnet. Die steuerliche Behandlung bleibt jedoch umstritten und hängt stark von der konkreten Ausgestaltung ab.
Meine Empfehlung: Klären Sie die steuerliche Behandlung von Schulgebühren bereits im Vorfeld des Umzugs vertraglich und kommunizieren Sie klar mit dem Mitarbeiter über die steuerlichen Konsequenzen. Viele ausländische Mitarbeiter sind überrascht, wenn sie am Jahresende eine dicke Steuernachzahlung erhalten – und das kann die Motivation erheblich beeinträchtigen.
## Dokumentationspflichten und Nachweisführung
Ein entscheidender Faktor für die erfolgreiche steuerliche Behandlung von Umzugskostenzuschüssen ist die sorgfältige Dokumentation und Nachweisführung. Die Shanghaier Steuerbehörden legen großen Wert auf die Nachvollziehbarkeit aller Kosten – und hier hapert es in der Praxis immer wieder.
Alle Umzugskosten müssen durch originale Rechnungen und Quittungen nachgewiesen werden können. Die Anforderungen an die Rechnungsstellung in China sind spezifisch: Es müssen sogenannte „Fapiao“ (offizielle chinesische Steuerrechnungen) vorliegen, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Ausländische Rechnungen werden in der Regel nicht anerkannt, es sei denn, sie sind durch eine beglaubigte Übersetzung ergänzt.
Besonders knifflig wird es, wenn Umzugsunternehmen aus dem Heimatland des Mitarbeiters beauftragt werden. Die Rechnungen dieser Unternehmen erfüllen oft nicht die chinesischen Formvorschriften. In solchen Fällen empfehle ich meinen Mandanten, eine Ergänzungsvereinbarung mit einem lokalen Umzugsunternehmen in Shanghai abzuschließen, das eine ordnungsgemäße Fapiao ausstellen kann. Dies mag wie ein bürokratischer Umweg erscheinen, erspart aber später enormen Ärger.
Ein Fall aus meiner Praxis zeigt die Risiken unzureichender Dokumentation: Ein britisches Beratungsunternehmen hatte Umzugskosten von 150.000 RMB mit handschriftlichen Quittungen und ausländischen Rechnungen belegt. Bei einer Steuerprüfung wurden diese Belege nicht anerkannt, mit der Begründung, dass die Nachweisführung nicht den chinesischen Standards entspreche. Das Unternehmen musste die gesamte Summe nachträglich versteuern – inklusive Verspätungszuschlägen.
Ich rate meinen Mandanten daher immer zu einem proaktiven Dokumentationsmanagement: Erstellen Sie eine detaillierte Liste aller Umzugskosten, ordnen Sie diese nach Kategorien, sammeln Sie alle Fapiaos und bewahren Sie diese mindestens zehn Jahre auf. Die Verjährungsfrist für Steueransprüche in China beträgt fünf Jahre, aber bei Verdacht auf Steuerhinterziehung kann diese verlängert werden.
Ein weiterer Tipp aus der Praxis: Führen Sie eine klare Trennung zwischen Umzugskosten, die tatsächlich und nachweislich angefallen sind, und pauschalen Zuschüssen. Letztere sind fast immer voll steuerpflichtig und sollten entsprechend deklariert werden. Die Versuchung, pauschale Zahlungen als Umzugskosten zu tarnen, ist groß – aber die Risiken bei einer Prüfung sind es nicht wert.
## Steuerliche Fallstricke bei gemischten Umzugspaketen
In der Praxis verwenden viele Unternehmen sogenannte „gemischte Umzugspakete“, die sowohl steuerfreie als auch steuerpflichtige Elemente kombinieren. Diese Gestaltung ist zwar grundsätzlich zulässig, birgt jedoch erhebliche steuerliche Fallstricke, die ich in meiner Beratungstätigkeit immer wieder identifiziere.
Wenn ein Umzugspaket sowohl steuerfreie als auch steuerpflichtige Komponenten enthält, müssen diese klar getrennt und separat dokumentiert werden. Die Steuerbehörden in Shanghai lehnen pauschale Mischkalkulationen ab und verlangen eine exakte Aufschlüsselung. Ein gängiger Fehler ist die undifferenzierte Behandlung aller Umzugskosten als steuerfrei – ein sicherer Weg zu Nachzahlungen.
Besonders problematisch sind Vertragsklauseln, die dem Mitarbeiter ein Budget für Umzugskosten einräumen, ohne die einzelnen Verwendungszwecke zu spezifizieren. Ein Beispiel: Ein Unternehmen gewährt einen Umzugskostenzuschuss von 100.000 RMB „für alle Umzugskosten“. Der Mitarbeiter verwendet 60.000 RMB für den Möbeltransport und 40.000 RMB für die temporäre Unterkunft. Ohne detaillierte Aufschlüsselung und Nachweise werden die Steuerbehörden den gesamten Betrag als steuerpflichtig behandeln.
Ein komplexer Fall aus meiner Praxis: Ein deutscher Automobilzulieferer hatte für einen hochqualifizierten Ingenieur ein Umzugspaket geschnürt, das Möbeltransport (60.000 RMB), Flugtickets (15.000 RMB), temporäre Unterkunft (80.000 RMB), Sprachkurse (30.000 RMB) und einen pauschalen „Integrationsbonus“ (25.000 RMB) umfasste. Das Unternehmen behandelte alle Kosten als steuerfrei. Bei einer Betriebsprüfung wurde der Integrationsbonus als voll steuerpflichtig eingestuft, die temporäre Unterkunft als teilweise steuerpflichtig (da der Zeitraum von fünf Monaten als zu lang beurteilt wurde) und die Sprachkurse wurden nur zur Hälfte anerkannt. Das Unternehmen musste rund 60.000 RMB an Steuern nachzahlen.
Mein Rat: Strukturieren Sie Umzugspakete von Anfang an klar nach steuerfreien und steuerpflichtigen Komponenten. Definieren Sie für jede Komponente separate Budgets und Dokumentationsanforderungen. Und vor allem: Kommunizieren Sie die steuerlichen Konsequenzen offen mit dem Mitarbeiter, damit es später keine bösen Überraschungen gibt.
## Abschluss: Steuerliche Klarheit als Wettbewerbsvorteil
Die steuerliche Behandlung von Umzugskostenzuschüssen für ausländische Mitarbeiter in Shanghai ist ein komplexes Feld, das sowohl für Unternehmen als auch für Mitarbeiter erhebliche finanzielle Auswirkungen haben kann. In meiner über 25-jährigen Berufserfahrung habe ich gelernt, dass steuerliche Klarheit und eine vorausschauende Planung nicht nur rechtliche Risiken minimieren, sondern auch einen echten Wettbewerbsvorteil darstellen – insbesondere bei der Gewinnung internationaler Spitzenkräfte.
Die wichtigsten Erkenntnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: Erstens, Umzugskostenzuschüsse sind grundsätzlich steuerpflichtig, sofern sie nicht explizit durch spezifische Befreiungsvorschriften ausgenommen sind. Zweitens, die sorgfältige Dokumentation und Nachweisführung ist der Schlüssel zur steuerlichen Anerkennung von Umzugskosten. Drittens, klare vertragliche Regelungen und eine transparente Kommunikation mit dem Mitarbeiter verhindern spätere Konflikte.
Blickt man in die Zukunft, zeichnen sich mehrere Entwicklungen ab. Die chinesischen Steuerbehörden werden ihre Prüfungen insbesondere bei internationalen Unternehmen weiter intensivieren. Die „Golden Tax Phase IV“ ermöglicht eine noch genauere Überwachung von Transaktionen. Gleichzeitig wird erwartet, dass China seine Steuervorschriften für ausländische Fachkräfte schrittweise an internationale Standards anpassen wird. Es bleibt spannend, wie sich die Rechtslage in den nächsten Jahren entwickeln wird.
## Einsichten der Jiaxi Steuer- und Finanzberatung
Bei der Jiaxi Steuer- und Finanzberatungsgesellschaft haben wir in den letzten 26 Jahren mehr als 800 internationale Unternehmen in Shanghai bei der steuerlichen Optimierung ihrer Umzugspakete für ausländische Mitarbeiter unterstützt. Unsere Erfahrung zeigt, dass eine frühzeitige und umfassende Beratung nicht nur Steuerrisiken minimiert, sondern auch die Zufriedenheit und Bindung internationaler Talente erhöht. Wir empfehlen unseren Mandanten, mindestens drei Monate vor dem geplanten Umzug eines Mitarbeiters mit der steuerlichen Planung zu beginnen und dabei sowohl die chinesischen als auch die heimatlichen Steueraspekte zu berücksichtigen. Ein maßgeschneidertes Umzugspaket, das steuerliche Effizienz mit attraktiven Leistungen verbindet, ist in unsere Augen ein entscheidender Faktor für den Erfolg im internationalen Wettbewerb um Fachkräfte. Für weiterführende Informationen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.